Stiftung St. Matthaeus

Gregor Schneider: KREUZWEG (nach einer Idee für Berlin 2006)

19. Februar – 2. April 2021

Gregor Schneider, KREUZWEG (nach einer Idee für Berlin 2006), St. Matthäus-Kirche im Kulturforum, Berlin 2021 © VG Bild-Kunst, Bonn | Goethe Institut Madrid, Foto: Leo Seidel
Gregor Schneider, KREUZWEG (nach einer Idee für Berlin 2006), St. Matthäus-Kirche im Kulturforum, Berlin 2021 © VG Bild-Kunst, Bonn | Goethe Institut Madrid, Foto: Leo Seidel
Gregor Schneider, KREUZWEG (nach einer Idee für Berlin 2006), St. Matthäus-Kirche im Kulturforum, Berlin 2021 © VG Bild-Kunst, Bonn | Goethe Institut Madrid, Foto: Leo Seidel
Gregor Schneider, KREUZWEG (nach einer Idee für Berlin 2006), St. Matthäus-Kirche im Kulturforum, Berlin 2021 © VG Bild-Kunst, Bonn | Goethe Institut Madrid, Foto: Leo Seidel
Gregor Schneider, KREUZWEG (nach einer Idee für Berlin 2006), St. Matthäus-Kirche im Kulturforum, Berlin 2021 © VG Bild-Kunst, Bonn | Goethe Institut Madrid, Foto: Leo Seidel

Die Stiftung St. Matthäus – Kulturstiftung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz zeigt in der St. Matthäus-Kirche im Berliner Kulturforum vom 19.02. bis zum 02.04.2021 den „KREUZWEG (nach einer Idee für Berlin 2006)“ des Künstlers Gregor Schneider. Der KREUZWEG ist ein kreuzförmiger schwarzer Korridor, der einzeln begehbar ist.

Der Kreuzweg Jesu Christi steht für den Weg des Erlösers ans Kreuz auf Golgatha – für Gläubige ein Pilgerweg des Leidens, der Vertiefung und der Verwandlung. Der Künstler Gregor Schneider verleiht ihm während der Passionszeit in der St. Matthäus-Kirche eine eigene Gestalt: Ein tiefschwarzer Gang öffnet sich am Eingang der Kirche und führt in vollkommener Dunkelheit in das Innere des Kirchenraums. Nur von oben – von den Emporen aus – wird seine Gestalt sichtbar: Ein schwarzes, aus verbranntem japanischen Holz gezimmertes dreidimensionales Kreuz, das den gesamten Kirchenraum einnimmt.

Eine Referenzlinie führt zu Gregor Schneiders Arbeit CUBE (2005), einem überdimensionalen schwarzen Kubus ähnlich der Kaaba in Mekka, der sich auseinandergefaltet in ein Kreuz verwandelt. Wie verhalten sich die verschiedenen Heilsversprechen zueinander? Was bedeutet es, dem Kreuz in einem Kirchenraum derart viel Raum zu geben?

Seit über 30 Jahren arbeitet Gregor Schneider auch als Fotograf. Auf der Empore wird ergänzend eine Auswahl seiner Fotografien und Entwürfe gezeigt, die schwarze Räume, Passagen und religiöse Räume in unterschiedlichen Kontexten zeigen.

Eine Koproduktion des Goethe-Instituts Madrid mit Concéntrico – Internationales Festival für Architektur und Desgin von Logroño. Mehr unter: www.concentrico.es/en/kreuzweg.

In Kooperation mit der Konrad Fischer Galerie.

Daten und Fakten zum KREUZWEG:

Titel: KREUZWEG (nach einer Idee für Berlin 2006)
Ort: St. Matthäus-Kirche, Matthäikirchplatz, 10785 Berlin-Tiergarten
Dauer: 19. Februar bis 2. April 2021
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 11-18 Uhr
Eintritt und Anmeldung: Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht notwendig. Der Einlass erfolgt entsprechend den AHA-Regeln.

Biografische Informationen über Gregor Schneider:
Gregor Schneider wurde 1969 in Rheydt (heute Mönchengladbach-Rheydt) geboren.
Er studierte von 1989 bis 1992 an den Kunstakademien in Düsseldorf und Münster sowie an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Zwischen 1999 und 2003 lehrte er als Gastprofessor und Gastredner an verschiedenen Kunsthochschulen in Amsterdam, Hamburg oder Kopenhagen. 2009 wurde er als Professor für Bildhauerei an die Universität der Künste Berlin und 2013 als Professor für Bildhauerei an die Hochschule für Bildende Künste München berufen. Seit 2016 ist Gregor Schneider Professor an der Kunstakademie Düsseldorf.
Gregor Schneider Arbeitsschwerpunkt sind gebaute Räume. Bereits 1985 begann er mit der Arbeit an seinem Haus in der Unterheydener Straße in Mönchengladbach-Rheydt, dem er den Titel Haus u r gab. Es wird fortlaufend von ihm bearbeitet, indem er die Räume immer wieder umbaut und die inneren Strukturen verändert.
Im Jahr 2001 wurde Gregor Schneider auf der Biennale in Venedig mit dem Goldenen Löwen für seine Arbeit Totes Haus u r ausgezeichnet, für die er Räume seines Haus u r in den deutschen Pavillon einbaute.
Sein Kubus Cube Venice 2005, von der Kabaa in Mekka inspiriert, wurde kurz vor der Eröffnung verboten. In der Folge wurde das kontrovers diskutierte Werk auch in Berlin untersagt, wo es als CUBE BERLIN 2006 auf dem Vorplatz des Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart realisiert werden sollte. Letztendlich konnte Gregor Schneider den Kubus 2007 in Hamburg zeigen, wo er als interreligiöse Plattform genutzt wurde.
Zuletzt zeigte Gregor Schneider einen Sterberaum auf der Bühne des Staatstheater Darmstadt, der via Livestream drei Tage lang für die Zuschauerinnen und Zuschauer als stiller Gedanken- und Gedenkraum im Internet zu sehen war.

Mehr unter www.gregor-schneider.de.

Alle Fotos sind urheberrechtlich geschützt und nur zur Berichterstattung über Gregor Schneiders „KREUZWEG (nach einer Idee für Berlin 2006)“ freigegeben. Wir bitten um vollständige Nennung des Bildnachweises.