Stiftung St. Matthaeus

Beikraut beistehen

Adrien Missika feat. Joseph Beuys, Nicolas Uriburu, Dick Higgins und Takako Saito MOTUS goes to „Das Haus“

Adrien Missika, Diesseits von Eden, Beikraut Beistehen, Grüntal 2022 © Adrien Missika
Adrien Missika, MOTUS, 2022, Installation mit Werken aus dem ifa Kunstbestand, im Bild: Dick Hig-gins, Takako Saito, Joseph Beuys und Nicolás García Uriburu, © Adrien Missika, Foto: Bea Rodriguez
Adrien Missika, Diesseits von Eden, Beikraut Beistehen, Grüntal 2022 © Adrien Missika
Das HAUS, Grüntal, Foto: Utz Berlin

Am 9. Juli um 15 Uhr eröffnet die Stiftung St. Matthäus, Kulturstiftung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) die dritte Station des „Artists-in-Residence“-Projektes „Diesseits von Eden. Künstlerische Erkundungen in Brandenburger Kirchgärten“. Unter dem Titel „Beikraut beistehen“ hat der in Berlin lebende französische Künstler Adrien Missika den Pfarrgarten des ehemaligen Pfarrhauses von Grüntal („Das HAUS“) in einen „Beikrautparcours“ mit sieben Bo-denskulpturen und einer Freiluft-Bibliothek verwandelt. Für einen Tag ist Adrien Missikas Ausstel-lungsfahrrad MOTUS mit Werken von u. a. Joseph Beuys, Nicolas Uriburu, Dick Higgins und Takako Saito zu Gast im Grüntaler Pfarrgarten.

Der weitläufige und weitgehend naturbelassene Pfarrgarten in Grüntal gehört zum HAUS Grüntal, einem ehemaligen Pfarrhaus, das seit 24 Jahren als kirchliches Besinnungs-, Bildungs- und Begeg-nungszentrum genutzt wird. Das HAUS und sein Garten liegen an einem Zweig des Jakobsweg von Stettin nach Berlin, und steht Menschen, die Ruhe, Entspannung und Abstand zu ihrem Alltag su-chen, zur Verfügung.

Der Künstler Adrien Missika wird im Rahmen seiner Residenz die Aufmerksamkeit auf das Phäno-men des Unkrauts lenken: Vielfach übersehen und bekämpft will er das Unkraut mithilfe von orts-spezifischen Eingriffen und temporären Naturinstallationen als „Beikraut“ neu wahrnehmbar ma-chen. Unkräuter lassen Muster und Pflanzeninseln im Pfarrgarten entstehen, die im Laufe der Resi-denz als abstrakte Naturräume transformiert werden und zum Verweilen einladen.

Seine Residenz beginnt Missika am 9. Juli mit der Einweihung eines „Beikraut-Naturpfades“ mit sieben lebendigen Bodenskulpturen und einer Hängematten-Freiluft-Bibliothek zu Fragen der Öko-logie und des nachhaltigen Wirtschaftens. Für einen Tag ist darüber hinaus Missikas mobiles „Aus-stellungsfahrrad“ MOTUS (= lat. Bewegung) mit Werken von Joseph Beuys, Nicolas Uriburu, Dick Higgins und Takako Saito zu Gast, das er im Rahmen der Ausstellung “Spheres of Interest*” in der ifa-Galerie Berlin präsentiert. Die mobile Pop-up-Ausstellung aus den Kunstbeständen des Instituts für Auslandsbeziehungen – ifa (Ausstellung „Eine lange Geschichte mit vielen Knoten. Fluxus in Deutschland 1962-1994“) befasst sich mit Fragen der Umwelt und der Nachhaltigkeit und möchte einen generationsübergreifenden Dialog zwischen der Fluxus-Bewegung und der Gegenwart in Gang bringen.

Adrien Missika (*1981, Frankreich) lebt und arbeitet in Berlin. Er studierte bildende Kunst an der Ecole Cantonale d‘art de Lausanne (Ecal). Das Werk von Adrien Missika untersucht auf humorvolle und poetische Weise das Wechselspiel von Natur und Kultur. In seinen Installationen und Aktionen treten utopische Welten zutage.

Das „Artist-in-Residence“-Projekt „Diesseits von Eden“ ist ein Projekt der Stiftung St. Matthäus, Kulturstiftung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) und findet im Rahmen des Kulturland Brandenburg-Themenjahres 2022 „Lebenskunst“ statt. Das Projekt wurde von Keumhwa Kim und Hannes Langbein kuratiert.

Weitere Informationen zum Projekt „Diesseits von Eden“ auf der Projekthomepage: www.diesseitsvoneden.de

Fotomaterial:
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Bild 1:
Adrien Missika, MOTUS, 2022, Installation mit Werken aus dem ifa Kunstbestand, im Bild: Dick Higgins, Takako Saito, Joseph Beuys und Nicolás García Uriburu, © Adrien Missika, Foto: Bea Rodriguez

Bild 2-3:
Adrien Missika, Diesseits von Eden, Beikraut Beistehen, Grüntal 2022 © Adrien Missika

Bild 4:
Das HAUS, Grüntal, Foto: Utz Berlin

Presseanfragen:
Katrin Geuther
Stiftung St. Matthäus
Tel.: 030 28395283
info@stiftung-stmatthaeus.de
www.stiftung-stmatthaeus.de

Kulturland Brandenburg 2022 wird gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur, das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung sowie das Ministerium für Land-wirtschaft, Umwelt und Klimaschutz des Landes Brandenburg.

Mit freundlicher Unterstützung der brandenburgischen Sparkassen und der Investitionsbank des Landes Brandenburg.

Weitere Förderer:
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Apotheker Dr. Liebe-Stiftung
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Evangelischer Kirchenkreis Bad Liebenwerda
Landkreis Märkisch Oderland
Sprengel Potsdam (EKBO)
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