Stiftung St. Matthaeus

StM:6

Jinran Kim "After the Rain"

Ausstellungskatalog

Texte von Dr. Stephan von Wiese und Cornelia Wieg
Interview von Stefanie Dörre mit Jinran Kim

Herausgegeben von Anne-Catherine Jüdes und Christhard-Georg Neubert

3 €

»Ob auf der Asche Grund strahlend ein Diamant erscheint« oder das Nichts, ob das Ringen um Aufbrüche und Neuanfang, das Streben nach Freiheit, Gerechtigkeit und Recht in unserer Welt erfolgreich sein wird, ob wir siebzig Jahre nach Kriegsende die Lektionen gelernt haben oder ob wir den Frieden aufs Spiel setzen? Diese Fragen werden aufgerufen in und vor den Aschebildern von Jinran Kim. Wir danken der Künstlerin für ihre bewegenden Bildwerke und den Autoren dieser Publikation für ihre kommentierenden Texte.

„Die Holzkohle verbreitet nicht nur einen eigentümlichen ,smell‘, die in rasantem Tempo aufgetragenen Aschestriche, Schwünge, Flüsse entwickeln zudem eine dichte Atmosphäre. Die Schwaden scheinen sich weiter auszubreiten (…) Manchmal ist dem Ascheschwarz, dem Aschebraun ein Farbton beigemischt – ein Grün, ein Gelb. Das wirkt dann wie Chemie in der Luft. Auf der Empore des Kirchenraums schließlich hängen Bilder und Zeichnungen von Trümmerfrauen in asiatischer Tracht, hier setzt eine Art Purgatorium ein. Der Mensch steht vor den Trümmern der Geschichte – auf die Zerstörung folgt ein langwieriger materieller und spiritueller Neuanfang.“
(Auszug Dr. Stephan von Wiese: Berlin in Ruinen. Der malerische Zyklus „After the Rain“ von Jinran Kim)

Juli 2015; 8 Seiten, 7 farbige Abbildungen; Format 29 x 21 cm

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