Stiftung St. Matthaeus

MIMESIS

Harald Gnade

Eine zur Abstraktion neigende Kunst eignet sich wie keine andere Kunstform den transzendentalen Ansatz als ein stilbildendes Prinzip an. Im Ringen um eine Gegenstandsdarstellung, symbolisiert als 'Welt' und einer Abstraktion als 'Freiheit von Welt' waren Künstlerinnen und Künstler seit der Klassischen Moderne auf der Suche nach dem Verhaftetsein hier und der Entgrenzung dort.

In dieser Tradition von Gegenstandbezug und Bildautonomie steht auch der Berliner Maler Harald Gnade. Das Werk von Harald Gnade ist dem Thema der Transzendenz in doppelter Weise verbunden: Über das Energiepotential Farbe sowie die Reduzierung des Bildgeschehens als Abstraktion. So entstehen Bilder von intensiver Stille, mediterran in turbulenter Leere schillernd. Der sukzessive Farbauftrag einer monochromen oder zweifarbig gehaltenen Tonalität, deren Überlagerungen erst an den Rändern sichtbar werden, entfaltet Körperlichkeit und Volumen, mit vielfältigen Konnotationen von Haut, Stofflichkeit und Raumbezügen.

Herausgegeben vom ars momentum Kunstverlag und Beatrice E. Stammer art management, mit Texten von Christhard-Georg Neubert, Ursula Prinz und Beatrice E. Stammer, im Juni 2006 anlässlich der Ausstellung ... besuche mich zeit ... in der St. Matthäus-Kirche im Berliner Kulturforum und der Ausstellung Harald Gnade Zeichnungen in der Villa Oppenheim, Galerie für Gegenwartskunst und maerzgalerie ppp. in Berlin-Charlottenburg. 128 Seiten, 68 farbige und 35 s/w Abbildungen, Format 26 x 30,5 cm und kostet 19.80 €, ISBN 13/978-3-938193-27-3

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