Stiftung St. Matthaeus

Argonauten - Bilder vom Bleiben

Hans-Hendrik Grimmling

Ausstellungskatalog

Mit Texten von Björn Engholm, Christhard-Georg Neubert, Arif
çaglar und Hans-Hendrik Grimmling

18,50 €

Hans-Hendrik Grimmling ist 1947 in Zwenkau bei Leipzig geboren, 1966 Abitur, 1968 Transportarbeiter, Bühnenarbeiter und Bühnenbildassistent, 1969-70 Studium an der HfBK Dresden, 1970-74 HGB Leipzig (bei W. Tübke und W. Mattheuer), 1974-77 Meisterschüler bei G. Kettner (HfBK Dresden), ab 1977 freischaffend in Leipzig, Projekte, Konzepte, Gemeinschaftsarbeiten im Künstlerkreis „Tangente“, späterer „I. Leipziger Herbstsalon“; 1986 Ausbürgerung aus der DDR, Übersiedlung nach Berlin/West, seither freischaffend in Berlin, seit 2001 Dozent an der Berliner Technischen Kunstschule.

Ein zentrales, aus der Bildschlüssigkeit gewachsenes Symbol seiner Malerei ist das Kreuz, das im Argonauten-Zyklus vom Segel ersetzt ist. Der Künstler spielt mit der weißen Dreiecksform, um Weite in das Bild zu projizieren.

„Das Argonautische, das Nomadische im Geiste, ist die Beweglichkeit auf der Suche nach dem Sinn des Seins. Kunst ist immer ein Wegfahren in eine Distanz zur Gegenwart“, sagt der Künstler. „Sie lebt von der Hoffnung, dieses Sich-Wegbewegen bekäme den Sinn eines klareren Blicks auf den Ort des Bleibens“.
Grimmlings Bilder behaupten sich in ihrer Eigensinnigkeit großartig im Kontext Kirchenraum. Sie sind lesbar wie vorläufige Ergebnisse eines Dialogs. Das Gemalte spricht – wenn wir zuhören.

September 2004; 64 S.m 33 farbige Abbildungen; Format 24 x 29,5 cm. ISBN 3-9807912-8-9.

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