Stiftung St. Matthaeus

Malerei

Andreas Felger

Andreas Felger Kulturstiftung zu Gast in der St. Matthäus-Kirche

Bildnachweis: Andreas Felger, Vater unser I, 2004, Aquarell auf Papier, 74,5 x 74,5 cm 
© Andreas Felger Kulturstiftung, Berlin
Bildnachweis: Andreas Felger, Vater unser I, 2004, Aquarell auf Papier, 74,5 x 74,5 cm © Andreas Felger Kulturstiftung, Berlin

Anlässlich des achtzigsten Geburtstags von Andreas Felger am 1. Januar 2015 zeigt die Andreas Felger Kulturstiftung in Kooperation mit der Stiftung St. Matthäus die Ausstellung "Andreas Felger. Malerei". Der zunächst mit seinen Holzschnitten und Aquarellen bekannt gewordene Künstler Andreas Felger hat seit Mitte der 1980er Jahre sein Œuvre um ein breites Spektrum der Ölmalerei erweitert. Die zum Teil wandbildgroßen Formate bestehen aus abstrakten Formen, Strukturen und Mustern in kraftvoller Farbigkeit, Raumtiefe und Lichtregie, die im Kontrast zum monochrom weißen Innenraum der St. Matthäus-Kirche eine intensive Bildwirkung entfalten.
Am Berliner Kulturforum ist die St. Matthäus-Kirche als historisches Zentrum zwischen dem Kunstgewerbemuseum, aktuell mit neuem Schwerpunkt auf Mode wiedereröffnet, und Neuer Nationalgalerie als Museum für die Kunst der Klassischen Moderne positioniert. Mit diesen Häusern und ihren Sammlungen sind auch jene Themenfelder benannt, die für das Werk Andreas Felgers zentral sind: Struktur, Muster und Ornament von Textilien, die grundlegende Bezogenheit des Künstlers auf spirituelle Dimensionen und sein Anknüpfen an die abstrakte Malerei der Klassischen Moderne.
Im Fokus der Ausstellung stehen die farbdurchfluteten Kompositionen der Ölgemälde im Rhythmus der durch die Fenster vorgegebene Wandgliederung, die auf das zentrale Werk in der Apsis hinführen. Auf der Empore sind kleinere Formate zu sehen: der vierzehnteilige Zyklus "Vater Unser" (2004) und auf der gegenüberliegenden Seite eine Auswahl von Aquarellen, die geometrische Grundformen in variationsreichen Farbübergängen zeigen. Im Blick der Betrachterinnen und Betrachter fügen sich die drei räumlich getrennten Werkgruppen zu einem Gesamtbild, das Handwerk, künstlerische Inspiration und Transzendenz zusammendenken lässt.