Stiftung St. Matthaeus

Ein Bergwerk für Franz Fühmann – zum 100. Geburtstag

In Erinnerung an einen der wichtigsten Autoren deutscher Sprache widmen die Stiftung St. Matthäus, das Zentrum für evangelische Gottesdienst- und Predigtkultur sowie Modell Berlin e.V. Franz Fühmann einen Leseabend.

Es lesen: Volker Braun, Kerstin Hensel, Annett Gröschner, Kristin Schulz, Christoph Hein, Uwe Kolbe, Jan Philipp Reemtsma, Erdmut Wizisla, Corinna Harfouch, Luise Meier, Robert Mießner, Arne Born, Ralf Klausnitzer, Maria Brosig, Lea Fleissgarten, Leonore Piper, Franziska Pietzofski, Ida Novak, Luis Peters, Irina Rastorgueva, Thomas Martin, Dietrich Sagert und Pfarrer Hannes Langbein
Musik: Jürgen Kurz (Orgel) und Michael Busch (Flügel)

Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich.
Die Teilnahme an der Lesung ist entweder dreifach geimpft oder doppelt geimpft/genesen mit tagesaktuellem negativen Corona-Testergebnis (nicht älter als 24 h) möglich. Bitte zeigen Sie die entsprechenden Nachweise zusammen mit einem Lichtbildausweis am Einlass vor. Der Impf- oder Genesenennachweis muss digital lesbar sein (auf dem Handy oder ausgedruckt).

Franz Fühmann, März 1973 © Bundesarchiv, Bild 183-M0323-0300 / Katscherowski (verehel. Stark), / CC-BY-SA 3.0
Franz Fühmann, März 1973 © Bundesarchiv, Bild 183-M0323-0300 / Katscherowski (verehel. Stark), / CC-BY-SA 3.0

„Wandlung. Wahrheit. Wahrhaftigkeit. Ernst. Würde.“ So benennt Christa Wolf in ihrer Gedenkrede die für Fühmann entscheidenden Begriffe. Man las sie im Jahr 1984 in der DDR, in der Fühmann lebte, arbeitete und starb, anders als wir sie heute lesen.

Zum Wesentlichen Fühmanns gehört die permanente Selbstbefragung, die seine bedeutendsten Texte ausmacht. Das Budapester Tagebuch „22 Tage oder die Hälfte des Lebens“ und Fühmanns vielleicht bekanntester Text „Vor Feuerschlünden“ bringen die Erfahrungen des Autors mit Krieg, Diktatur und Kunst in eine Prosa von einzigartiger Stimme.

„Ein Bergwerk für Franz Fühmann“ spielt auf sein Fragment gebliebenes Projekt, das posthum unter dem Titel „Im Berg“ erschien, an. In kurzen Abständen lesen Autorinnen und Autoren, Menschen, die Literatur produzieren, konsumieren, rezipieren oder sie einfach nur lieben, lesen jeweils zehn bis 15 Minuten ihre favorisierten Texte von Franz Fühmann.

Den Abend eröffnet eine Improvisation an der Orgel und am präparierten Flügel von Jürgen Kurz und Michael Busch.