Stiftung St. Matthaeus

"Melancholie"

Mike C. Kircher

Der Berliner Maler Mike C. P. Kircher ist ein Romantiker, ein Lyriker, dem Authentizität und das Unspektakuläre eines gemalten Bildes weit wichtiger sind als Innovation.

Mike Kircher, 'Melancholie', 1999, Acryl auf Leinwand, 230x160 cm
Mike Kircher, 'Melancholie', 1999, Acryl auf Leinwand, 230x160 cm

Das Auftragen von Farbe ist ihm genauso wichtig, wie das vehemente Abwaschen, Abkratzen oder Abschleifen. Durch diesen Wechsel von Abrieb und Erneuerung entstehen Rudimente, verwitterte Farbspuren, die “ Lebensspuren gleich “ als Ausdruck vergehender Zeit verstanden werden sollen. Karge, wüstenartige, aus feinen Nuancen aufgebaute Flächen erzeugen rigorose Spannungen; Farbspuren und Quadrate schieben sich mit stetiger Langsamkeit und unüberhörbarer Stille durch das Bild.

Der Künstler ist ein Träumer und die Melancholie ist das Bindeglied zwischen seiner Persönlichkeit und seinem Werk.

1955 geboren, arbeitet Mike C. P. Kircher seit 1979 freiberuflich als Maler und Schmuckgestalter in Berlin.