Stiftung St. Matthaeus

"Kreuzigung"

Michael Morgner

Michael Morgners Kunstanschauung ist konsequent am Menschen und seinen existentiellen Konflikten ausgerichtet. Er begreift menschliches Dasein von der Wurzel des Todes her, deshalb konzentriert er sich in seinen Arbeiten immer wieder auf die Passionsgeschichte, auf den gekreuzigten Christus.

Michael Morgner, 'Kreuzigung', 1996, Lavage, Prägung, Tusche, Asphalt auf Papier, Collage, Decollage auf Leinwand, 240 x 180 cm
Michael Morgner, 'Kreuzigung', 1996, Lavage, Prägung, Tusche, Asphalt auf Papier, Collage, Decollage auf Leinwand, 240 x 180 cm

Schon zu DDR-Zeiten über die Staatsgrenzen hinaus bekannt, ist Michael Morgner heute einer der international renommierten ostdeutschen Künstler. Zu den von ihm bevorzugten Arbeiten auf Papier gehört auch der 2004 fertig gestellte grafische Zyklus "Narben". Michael Morgner vermag fremdes Leid verdeutlicht wahrzunehmen durch eigenes. Sein Gesamtwerk empfindet er als ein "Deutsches Requiem". Die christliche Ikonographie ist ihm Anhalt und Projektionsfläche für eigene Bildfindungen.