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Schülerwettbewerb

Woher weiß ich, was gut ist? Schüler schreiben über die Zehn Gebote. Abgabe bis zum 15.01.2017

DEKALOG

Ein Projekt der Guardini Stiftung und der Stiftung St. Matthäus anlässlich des Reformationsjubiläums 2017

Eine Veranstaltungsfolge, die sich von 2013 bis 2017 den Zehn Geboten in Ausstellungen, Podiumsdiskussionen, Lesungen, Filmvorführungen und Auftragskompositionen widmet.

Die Guardini Stiftung und die Stiftung St. Matthäus widmen den Zehn Geboten in Martin Luthers Lesart eine mehrteilige Ausstellungs- und Veranstaltungsfolge während der Jahre 2013 bis 2017. Als programmatischer Kern der Reihe, die aus Anlass des Reformationsjubiläums 2017 im ökumenischen Geist konzipiert ist, dient eine Ausstellungsfolge in der Guardini Galerie mit zehn Einzelausstellungen, die sich jeweils an einem Gebot orientieren. Begleitet werden die Ausstellungen von Podiumsdiskussionen, Lesungen von eigens für die Dekalog-Reihe verfassten literarischen Texten, Wettbewerbsbeiträgen junger Regisseure, Filmkolloquien und Aufführungen von Auftragskompositionen in der St. Matthäus-Kirche im Berliner Kulturforum.
Die Ausstellungs- und Veranstaltungsreihe sucht den Sinngehalt der Lutherschen Ausdeutung des Dekalogs für die heutige Zeit zu ermitteln. Leitender Gedanke dabei ist, dass unsere Epoche in einer Tradition steht, die Luther, wenngleich nicht intendiert, aber entscheidend mitgestaltet hat: einer Tradition der Entfaltung von Freiheit und Verantwortung. Zu einer solchen Deutung der Zehn Gebote als zeitgemäßem Maßstab eines durch christliche Werte garantierten, humanen, von der Verantwortung vor Gott geleiteten, von einem christlichen Menschenbild geprägten und essentiellen Werten verpflichteten Zusammenlebens in der modernen Gesellschaft gingen Inspirationen aus von Krzysztof Kieślowskis zehnteiliger Verfilmung „Dekalog“ aus dem Jahr 1989.
Jährlich stattfindende Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen dienen dazu, den Aktualitätsbezug der Gebote am Beispiel wichtiger gesellschaftlicher Bereiche herzustellen. Dazu eingeladen werden Vertreter der Kirchen, der Politik, der Kultur, der Wissenschaft und der Wirtschaft.

- DEKALOG-Ausstellung
Als programmatischer Kern der im ökumenischen Geist konzipierten Reihe dient ein Zyklus von zehn Einzelausstellungen, die sich jeweils an einem Gebot orientieren.

- DEKALOG-Film
In den Jahren 2013 bis 2017 wird der DEKALOG-Filmpreis ausgelobt – ein Preis für filmische Arbeiten, die sich direkt oder indirekt auf den Dekalog beziehen. Der Wettbewerb regt eine filmspezifische Auseinandersetzung junger Regisseure mit den Zehn Geboten an und stellt die Frage in den Vordergrund, welchen Stellenwert sie in unserer heutigen Gesellschaft haben und wie man sich ihnen filmisch nähern kann. Vorgaben – von Thema und technischen Standards abgesehen – werden nicht gestellt. Über die Preisvergabe entscheidet eine unabhängige, interdisziplinäre Jury.
Im Rahmen einer Sonderaufführung wird der zehnteilige Filmzyklus Krzysztof Kieślowskis zum Dekalog präsentiert, der dem DEKALOG-Projekt als Inspiration diente.

- DEKALOG-Literatur
In vielen literarischen Werken wird Bezug genommen auf die Zehn Gebote - sei es auf die Gesetzestafeln als solche (so bei Thomas Mann), sei es gelöst von einem biblischen Handlungsschema auf Einzelmotive wie Habgier, Grausamkeit und Lüsternheit, die das Geschehen dramatisch grundieren. Für das DEKALOG-Projekt greifen namhafte zeitgenössische Autoren diese Tradition auf und suchen einen je eigenen Zugang zu den Geboten. Im Rahmen einer Veranstaltung in den Ausstellungsräumen der Guardini Galerie werden diese Texte von ihren Verfassern vor- und zur Diskussion gestellt. Mit Ablauf des Gesamtprojektes wird zum Gedenkjahr des Thesenanschlags eine Sammlung von Prosatexten und Gedichten in Buchform vorliegen.

- DEKALOG-Musik
Der Klang des Wortes: Seit Jahren tragen die Guardini Stiftung und die Stiftung St. Matthäus mit der Aufführung zeitgenössischer Sakralkompositionen zur Erneuerung der Kirchenmusik bei. Schwerpunkt des liturgiebezogenen musikalischen Programms in der St. Matthäus-Kirche sind Uraufführungen eigens von der Guardini Stiftung vergebener Kompositionsaufträge. Um die Aufträge bewerben sich (Nachwuchs-) Komponisten unterschiedlichster Nationalitäten und kultureller Herkunft, die sich von einer vorgegebenen Textgrundlage zu einem vokalen und instrumentalen Werk anregen lassen. Aus Anlass des DEKALOG-Projekts interpretieren Berliner Künstler und Ensembles Berliner Hochschulen und Akademien Auftragskompositionen zu den Zehn Geboten. Sprecher/-innen Berliner Bühnen begleiten die musikalischen Darbietungen mit einer Lesung jener literarischen Texte, die zu den jeweiligen Geboten entstanden sind.

Ein Projekt der Guardini Stiftung und der Stiftung St. Matthäus anlässlich des Reformationsjubiläums 2017.

Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages, der EKBO, Andere Zeiten e. V. und der Kultur Büro Elisabeth gGmbH.

"Dieses herausragende mehrjährige Projekt der Guardini-Stiftung und der Stiftung St. Matthäus ist alles andere als bescheiden. Es verfährt nach dem Prinzip "think big" und knüpft an die vielen ambitionierten Projekte an diesem Ort an. Ausgehend von den Zehn Geboten als Herzstück des Lutherschen Katechismus aktivieren die Organisatoren dieses fünfjährigen Marathons alle nur denkbaren Kunstgattungen, um sich dem reformatorischen Erbe aus heutiger Perspektive zu nähern. Jedes Jahr werden zwei Gebote zum Anlass kuratierter Ausstellungen genommen, wissenschaftliche Vorträge, Diskussionen, Lesungen, Konzerte und Filmvorführungen reihen sich in das Kaleidoskop künstlerisch ambitionierter Präsentationen ein. Besonders hervorzuheben ist dabei der Mut, mit eigens initiierten Auftragsarbeiten programmatisch und zeitgenössisch zu arbeiten. Damit beschreibt dieses reflektierte Vorhaben selbst auch ein Stück Reformationsgeschichte, deren Pfad von der basalen christlichen Unterweisung in den Gemeinden auch in die Kunsttempel der Gegenwart samt ihrer ambiguitiven Selbstrezeptionsszenarien führt. Das Team des DEKALOG-Projektes um Christhard-Georg Neubert, dem Direktor der Stiftung St. Matthäus und Frizzi Krella, die Kuratorin der Guardini-Galerie wird ergänzt um namhafte Künstlerinnen und Künstler, von denen ich an dieser Stelle lediglich die zauberhafte Schauspielerin Corinna Kirchhoff nennen darf. Mit dem entschiedenen Versuch die Kreationen der Künste herauszufordern und sie nach dem DEKALOG und seiner Relevanz für die Gegenwart zu befragen, leisten die Organisatoren eine ambitionierte und ehrgeizige Vermittlungsarbeit, der wir auch in den nächsten Jahren ein interessiertes und zahlreiches Publikum wünschen." (Thomas Krüger, Präsident bpb, Beitrag zur Tagung "Jour Fixe mit Luther 2013" am 28.11.2013)

Veranstaltungen zum 9. Gebot »Du sollst nicht begehren deines nächsten Haus.«

25.04.2017, 18:00 Uhr Ökumenische Vesper in der St. Matthäus-Kirche, anschließend Auftaktveranstaltung um 19:30 Uhr in der Gemäldegalerie mit einem Vortrag von Dieter Kosslick, Direktor der internationalen Filmfestspiele Berlin
02.05.2017, 19:00 Uhr Ausstellungseröffnung, Guardini Galerie
25.05.2017, 19:00 Uhr Literatur, Guardini Galerie
26.05.2017, 20:00 Uhr Film-Preisverleihung, Martin-Gropius Bau
27.05.2017, 19:00 Uhr Neue Musik, St. Matthäus-Kirche