Stiftung St. Matthaeus

hORA (Liturgie - Wort - Musik)

»Das Himmelreich ist wie …« - Predigtreihe 2013

Predigt: Rabbiner Prof. Walter Homolka, Rektor des Abraham-Geiger-Kollegs an der Universität Potsdam
Liturgie: OKR Dr. Petra Bahr
Chormusik von D. H. Engel, A. Mendelssohn, A. Becker
Kammerchor Berlin; Stefan Rauh, Leitung; Lothar Knappe, Orgel

Rabbiner Prof. Walter Homolka
Rabbiner Prof. Walter Homolka

Eintritt frei, um Kollekte wird gebeten.

Von den klugen und törichten Jungfrauen:
"Dann wird das Himmelreich gleichen zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und gingen hinaus, dem Bräutigam entgegen.  Aber fünf von ihnen waren töricht und fünf waren klug. Die törichten nahmen ihre Lampen, aber sie nahmen kein Öl mit. Die klugen aber nahmen Öl mit in ihren Gefäßen, samt ihren Lampen. Als nun der Bräutigam lange ausblieb, wurden sie alle schläfrig und schliefen ein.  Um Mitternacht aber erhob sich lautes Rufen: Siehe, der Bräutigam kommt! Geht hinaus, ihm entgegen!
Da standen diese Jungfrauen alle auf und machten ihre Lampen fertig. Die törichten aber sprachen zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, denn unsre Lampen verlöschen. Da antworteten die klugen und sprachen: Nein, sonst würde es für uns und euch nicht genug sein; geht aber zum Kaufmann und kauft für euch selbst.
Und als sie hingingen zu kaufen, kam der Bräutigam; und die bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit, und die Tür wurde verschlossen. Später kamen auch die andern Jungfrauen und sprachen: Herr, Herr, tu uns auf! Er antwortete aber und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Ich kenne euch nicht. Darum wachet! Denn ihr wisst weder Tag noch Stunde." (Mt 25, 1-13)

Macht Glaube intolerant? Oder weitet er den Blick für die Religiosität Anderer?
Auf dem Weg zum 500. Jubiläum der Reformation 2017 ist in diesem Jahr das Thema »Reformation und Toleranz« im Fokus. Mit Blick in die Vergangenheit ist dies durchaus eine Herausforderung, mit Blick in die Zukunft allerdings bietet es Platz für neue, kreative Ideen. Eine Toleranz, die über ein reines Dulden hinausgeht, öffnet dem Anderen einen Raum und lässt ihn zu Wort kommen.
So werden die Rednerinnen und Redner dieser Predigtreihe mit ihren je eigenen konfessionellen und religiösen Prägungen ein Gleichnis Jesu auslegen. Mit den Gleichnissen über das Himmelreich lässt sich fragen: Wie kann Toleranz und Akzeptanz gelebt werden? Was bedeutet das für den Glauben in einer multireligiösen Stadt?

31.03., 18:00 Uhr Bischof Dr. Dr. h. c. Markus Dröge »Vom Unkraut und vom Weizen«
07.04., 18:00 Uhr Pater Klaus Mertes SJ »Vom Senfkorn«
14.04., 18:00 Uhr Bischof Anba Damian »Von der Vergebung«
21.04., 18:00 Uhr Rabbiner Prof. Walter Homolka »Von den klugen und törichten Jungfrauen«
28.04., 18:00 Uhr Lamya Kaddor »Vom Schatz im Acker«
05.05., 18:00 Uhr Pfr. Ulf-Martin Schmidt »Von den Arbeitern im Weinberg«
12.05., 18:00 Uhr Pastor Peter Jörgensen »Vom Fischnetz«
19.05., 18:00 Uhr Pfrn. Kathrin Oxen »Von der königlichen Hochzeit«

Ein Kooperationsprojekt des Kulturbüros des Rates der EKD und der Stiftung St. Matthäus.