Stiftung St. Matthaeus

Neue Gesänge aus Europa

Abschlusskonzert der Tournee mit zahlreichen Uraufführungen

Christine Simolka, Sopran; René Wohlhauser, Klavier und Bariton

Eintritt: 7 €

Programm:
Basel: René Wohlhauser (*1954)
«Blay» für Sopran und Bariton (2009) auf eigene Texte | «Neues Werk» für Sopran und Bariton (2012), UA
Heinz Holliger (*1939)
«Dörfliche Motive», 4 Bagatellen für Sopran und Klavier
(1960/61), Text: Alexander Xaver Gwerder
Winterthur: Max E. Keller (*1947)
«Ruh’» für Sopran und Bariton (2011/2012), auf einen eigenen Text, Uraufführung
Karlsruhe / Berlin: Wolfgang Rihm (*1952)
«Drei Hölderlin-Gedichte» für Sopran und Klavier (2004) - I. «Abbitte», II. «Hälfte des Lebens», III. «An Zimmern», Schweizer Erstaufführung
Gliwice / Berlin: Jakub Sarwas (*1977)
«Dans la fente de l’oreille» für zwei Stimmen und kleine
Schlagzeuginstrumente (2012), Text: Kajetan Maria Jaksender, Uraufführung
Stuttgart: Jan Kopp (*1971)
«Summen» für Sopran und Klavier (2011) aus dem Gedicht «Abschiedslied» von Anna Achmatowa, DE
Palermo: Salvatore Sciarrino (*1947)
«Due melodie» für Sopran und Klavier (1978), Text: Giovan Battista Marino
Paris: Henri Pauly-Laubry (*1962)
«Song for Her» Uraufführung der Fassung für Bariton
solo (1998/2012), Text: Paul Eluard/Henri Pauly-Laubry
Bruno Siberchicot (*1963)
«Le Style en Figures», Jeux vocaux pour soprano et
baryton sur quelques figures de style empruntées à Victor
Hugo (2011), Schweizer Erstaufführung und DE

Christine Simolka, Sopran
In Lörrach geboren, absolvierte sie eine achtjährige Gesangsausbildung bei Nicole Andrich und Raymond Henn in Basel. Daneben besuchte sie zahlreiche Kurse, u.a. bei Kurt Widmer, Andreas Scholl, Hanno Müller-Brachmann und Bobby McFerrin, sowie Opernkurse an der Musik-Akademie Basel. Weiterführende Studien bei Marianne Schuppe und Robert Koller. Regelmäßige internationale Konzerttätigkeit. Christine Simolka pflegt zusammen mit dem Liedbegleiter René Wohlhauser ein breites Repertoire. Nebst Liedern aus Barock und Klassik singt sie hauptsächlich zeitgenössische Musik (u.a. Berio, Henze, Holliger, Rihm, Ferneyhough, Wohlhauser). Zudem improvisiert sie in verschiedenen Stilen (Jazz, Klezmer, Blues, Rock, Freie Improvisation). Sie ist Mitglied des Duos „Christine Simolka, Sopran, und René Wohlhauser, Klavier und Bariton“ und des „Ensembles Polysono“.

René Wohlhauser, Klavier und Bariton
1954 geboren und in Brienz aufgewachsen. Erfahrungen als Rock- und Jazzmusiker. Hauptsächlich Komponist zeitgenössischer Kunstmusik (u.a. Kammer-, Orchester und Bühnenwerke). Ausbildung an der Musikhochschule Basel. Kompositionsstudien bei Klaus Huber und Brian Ferneyhough. Kompositionskurse bei Kazimierz Serocki, Mauricio Kagel, Herbert Brün und Heinz Holliger. Weiterführende Klavierstudien bei Stéphane Reymond und Gesangsstudien bei David Wohnlich und Robert Koller.
Zahlreiche Aufführungen im In- und Ausland, so u.a. Schauspielhaus Berlin, Nôtre-Dame-de-Paris, Tokyo, Rom, St. Petersburg, sowie an Festivals wie Darmstadt, Odessa, Zürich, Sofia, Cardiff. Viele internationale Kompositionspreise, u.a. 1978 Valentino Bucchi, Rom, 1987 Domkapitel Salzburg, 1988 Int. Ferienkurse Darmstadt, 1991 Förderpreis Luzern, 1992 Gesellschaft für musikpädagogische Forschung, Zürich, 1996 Swiss Radio International, 1998 Förderpreis Basel-Landschaft. 2004 Uraufführung der Oper „Gantenbein“ am Luzerner Theater. Unterrichtet Komposition, Musiktheorie und Improvisation an der Musikakademie Basel sowie an der SAMP/Kalaidos Musikhochschule. Gastdozent für Komposition u.a. an den Int. Ferienkursen Darmstadt. Vortragstätigkeiten, Publikationen (u.a. in: „MusikTexte“ Köln, „Neue Zürcher Zeitung“, „Darmstädter Beiträge zur Neuen Musik“).

Duo Christine Simolka, Sopran, und René Wohlhauser, Klavier und Bariton
Neben Konzerten mit ausschließlich zeitgenössischer Musik besteht eine Spezialität des Duos in gemischten Programmen, die von der Renaissance über das klassischromantische
Repertoire und die Jahrhundertwende bis zu Kompositionen für Stimme(n) und Klavier aus unserer Zeit reichen. Dabei sind einerseits Vokalduos aus der Renaissancezeit zu finden wie auf der anderen Seite experimentelles Musiksprechen, Geräuschkompositionen und freie Improvisation. Diese stilistisch unterschiedlichen Stücke werden zueinander in Beziehung gesetzt (beispielsweise indem ein Vokalduo von Pierre de la Rue aus der Renaissancezeit von einer zeitgenössischen Bearbeitung des gleichen Stückes gefolgt wird). Damit soll die Auseinandersetzung und die kritische Reflexion über Möglichkeiten und Funktion der Komposition für Stimme und Klavier jenseits des traditionellen Klavierlieds in der Gegenwart angeregt sowie zeitgenössische Musik für ein bis zwei Vokalstimmen verbreitet werden. Dies geschieht u.a. auch mit eigens für dieses Duo komponierten Stücken, die einen neuen ästhetischen Zugang zu dieser Besetzung suchen.

Sa, 01. September 2012, 20.00h: Roggenburg (BL), Kulturfest
Mi, 05. September 2012, 12.30h: Basel, Musikakademie
Fr, 07. September 2012, 20.00h: Basel, Musiksaal QuBa
Sa, 15. September 2012, 20.00h: Moutier, Pantographe
Sa, 22. September 2012, 19.00h: Stuttgart, Pianogalerie
So, 30. September 2012, 18.30h: Paris, Bateau Daphné
Sa, 06. Oktober 2012, 19.00h: Berlin, St. Matthäus-Kirche