Stiftung St. Matthaeus

Jüdische Flüchtlinge aus Deutschland im Kampf gegen die Apartheid in Südafrika

Gesprächskonzert zum Jubiläum 1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland

mit u. a. Ruth Weiss, Zeitzeugin; Pumeza Matshikiza, Sopran; Daniel Seroussi, Klavier | im Anschluss Podiumsdiskussion

Anmeldungen bitte bis 26. November 2021 an 30_11_21_RuthWeiss@web.de, Stichwort: Gesprächskonzert
Eintritt für Erwachsene 10 €, Jugendliche frei. Restkarten an der Abendkasse.

Am 11. Dezember 321 dekretierte der römische Kaiser Konstantin auf Antrag des Stadtrats von Köln die Gleichberechtigung der Juden in seinem Reich. Zu dem 1700 Jahre Jubiläum wurde unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier der Verein „2021 Jüdisches Leben in Deutschland“ gegründet, unter dessen Namen über 1000 Veranstaltungen ausgerichtet werden.

Zu diesem Jubiläum gehört auch das Leben deutscher Juden, die vor dem Holocaust ins Ausland fliehen mussten, wie die Familie von Ruth Weiss nach Südafrika. In Südafrika wurden die Flüchtlinge mit dem extremen Rassismus des Apartheidregimes konfrontiert. Deshalb unterstützten jüdische Emigranten aus Deutschland den Kampf gegen die Apartheid, darunter auch die heute 97jährige, herausragende Afrika-Journalistin und Autorin Ruth Weiss mit Artikeln für den Guardian, die Financial Times, die Deutsche Welle und andere deutsche Medien sowie mit ihren Büchern. „Meine Schwester Sara“, ihr erfolgreichster Roman (17 Auflagen, zeitweilig Pflichtlektüre für die obere Gymnasialstufe in Baden-Württemberg), handelt in dieser Problemkonstellation. In ihrer Autobiografie „Wege im harten Gras“ berichtet Ruth Weiss über das Leben der deutschen jüdischen Flüchtlinge in Südafrika.

Programm

Musik wird mit dem gesprochenen Wort wechseln. Die Lieblingsmusikerin von Ruth Weiss ist Miriam Makeba. Ruth Weiss hat sie mehrfach interviewt. Nelson Mandela sagte zur „Mama Africa“: „Sie war die Mutter unsere Kampfes und Südafrikas First Lady der Musik … Ihre Musik weckte die Macht der Hoffnung in uns allen.“

Die südafrikanische Sopranistin Pumeza Matshikiza wird Songs von Miriam Makeba singen. Sie ist ein Opernstar, singt aber auch besonders gern die Lieder von Miriam Makeba. „Miriam Makeba ist Teil meiner Herkunft“ sagt sie. (pumezamatshikiza.com). Begleitung am Klavier: Daniel Seroussi.

Einführung: Lutz Kliche, Ruth Weiss Gesellschaft, Literaturvermittler und Lektor

Begrüßung: Pfarrer Hannes Langbein, Direktor der St. Matthäus Stiftung und Imamin Seyran Ates, Mitbegründerin der Ibn-Rushd-Goethe-Moschee Berlin

Ruth Weiss: die Rolle der deutschen Juden in Südafrika während des Apartheidregimes.

Seyran Ates und Prinz Dr. Asfa-Wossen Asserate, Vorsitzender von „Pactum Africanum – Verein zur Förderung des Abrahamitischen Dialogs in Afrika e.V.“: Lesung aus dem Bestseller von Ruth Weiss „Meine Schwester Sara“. Der Roman handelt von der jüdischen Waisen Sara, deren Mutter im Konzentrationslager umgekommen ist. Sie wird von einer burischen Familie in Südafrika adoptiert, die allerdings angenommen hatte, sie sei eine deutsche Kriegswaise. Als sich herausstellt, dass sie eine jüdische Waise ist, erfährt sie harten Antisemitismus, insbesondere durch den Familienvater, der ein hoher Funktionär der Nationalpartei ist. Sara kämpft sich durch bis zum erfolgreichen Universitätsstudium, erfährt auch den Rassismus gegen die Schwarzen, schließt sich dem schwarzen Befreiungskampf an und wird dabei umgebracht.

Grußwort: S.E. Phumelele Stone Sizani, Botschafter der Republik Südafrika

Podiumsdiskussion: Ruth Weiss, Botschafter Sizani, Dr. Uschi Eid, Präsidentin der Deutschen Afrikastiftung. Seyran Ates, Prinz Dr. Asfa-Wossen Asserate; Diskussionsleitung Hans-Werner Bussmann, Vorsitzender des „Deutsch-Südafrikanischen Forum“

Geselliges Zusammensein, wenn es die Covid-Bedingungen ermöglichen.

Einlass ab 17 Uhr nach den 3 G – Regeln der Covid-Pandemie.

Eine Veranstaltung der Ruth Weiss Gesellschaft e.V. in Kooperation mit der Ibn-Rushd-Goethe Moschee und der Stiftung St. Matthäus mit Unterstützung von Afrikahaus Berlin, Anne Frank Zentrum Berlin, Botschaft der Republik Südafrika, Deutsche Afrika Stiftung, Deutsch-Südafrikanisches Forum e.V., und Pactum Africanum - Verein zur Förderung des Abrahamitischen Dialogs in Afrika e.V.