Stiftung St. Matthaeus

Kunstausstellungen

Seit mehr als 30 Jahren öffnet sich die St. Matthäus-Kirche für Ausstellungen, Performances und andere künstlerische Interventionen mit dem Ziel, den Dialog der Kirche mit den Künsten zu führen und zu fördern. Seit dem Jahre 2000 wird die Programmarbeit durch die Stiftung St. Matthäus verantwortet.

 

Die Kunstausstellungen in der St. Matthäus-Kirche werden immer wieder auch in Kooperation mit Privatgalerien und freien Ausstellungsmachern eingerichtet.

 

Von der Stiftung St. Matthäus konzipierte Ausstellungen werden regelmäßig auch an Orten außerhalb des Kulturforums gezeigt, wie beispielsweise in der expressionistischen

- Kirche Am Hohenzollernplatz in Berlin-Wilmersdorf,

- im 'Kunstraum Schwanenwerder' der Ev. Bildungsstätte Schwanenwerder Berlin-Wannsee,

- am Dom zu Brandenburg in Brandenburg/Havel oder im Rahmen der

- Kabinettausstellungen im Evangelischen Zentrum Berlin-Friedrichshain.

Hier finden Sie unsere früheren Ausstellungen:

 

Aktuelle Ausstellungen

Ausstellung

13.02.2019 - 08.05.2019

» Matthias Beckmann - Sacra Conversazione. Neues aus dem Leben der Heiligen

Gibt es Neues aus dem Leben der Heiligen? – Bei Matthias Beckmann schon. Denn der Berliner Zeichner findet sie buchstäblich an jeder Straßenecke: den Heiligen Stephanus an einer Baustelle, die Heilige Familie auf drei leeren Stühlen ... – Für Matthias Beckmann sind es weniger Legenden von damals als vielmehr Suchbilder für die Gegenwart. Aus der Berliner Gemäldegalerie kommend sucht und findet er die ikonographischen Erkennungszeichen der Heiligen in den Straßen Berlins. Wie Schnappschüsse wirken seine vor dem Objekt entstandenen Zeichnungen, die mit klarem Strich und einer Prise Ironie den Blick für das Heilige im Alltäglichen schärfen.

Ausstellung

06.03.2019 - 20.04.2019

» Paula Doepfner - For the trees to drop

Passionsausstellung

"For the trees to drop", singt die US-amerikanische Sängerin Billie Holiday 1939 in ihrem Lied "Strange Fruit" - eine der erschütterndsten Balladen über rassistische Lynchmorde in den Südstaaten der USA. - In der Rauminstallation der Berliner Künstlerin Paula Doepfner wird das Lied zum Passionslied, wenn dürres Buschwerk und abgestorbene Bäume für die Zeit der Passion als ,anderes Altarbild' den Altar der St. Matthäus-Kirche verhüllen. Das Bild des ,toten Holzes' steht in der christlichen Bildgeschichte - im Gegenüber zum grünenden Lebensbaum des Paradieses - für das Kreuz des gefolterten Gottessohnes, dessen Leiden sich in den Gräueln der Gegenwart fortsetzt. In filigranen Textzeichnungen aus medizinischen Berichten über Folter setzt ihnen Paula Doepfner im Kirchenraum ein Zeichen. Dass auch das tote Holz wieder grünen kann, gehört zur Auferstehungshoffnung des christlichen Glaubens und steht in Spannung zu den niederschmetternden Beschreibungen historischer und gegenwärtiger Folterpraktiken.