Stiftung St. Matthaeus

Jorinde Voigt - Divine Territory

Song of the Earth, Chapter IV, The Farewell 140 x 800 cm; Tinte, Blattgold, Pastell, Bleistift auf Papier (2016); Detail
Song of the Earth, Chapter IV, The Farewell 140 x 800 cm; Tinte, Blattgold, Pastell, Bleistift auf Papier (2016); Detail

Zum beinahe 40m langen vierteiligen Werkzyklus „Song of the Earth“ werden neue Arbeiten aus ihrer Serie „Immersive Integral“, die in Anknüpfung an ihren Zyklus und in Auseinandersetzung mit dem Kirchenraum entstanden sind, ausgestellt.

In ihren Bildern bearbeitet Jorinde Voigt das Eintauchens in eine umfassende Wirklichkeit, in der sich die Grenzen zwischen Innen und Außen, Subjekt und Objekt aufzulösen beginnen. Im Kontext des Kirchenraums kommentieren ihre Arbeiten die theologische Erfahrung, sich zugleich als Teil und Gegenüber einer „alles bestimmenden Wirklichkeit“ (Rudolf Bultmann) zu fühlen.

Im Kontext des Kirchenraums steht die Frage nach einer Analyse des Epiphanen. Der Kirchenraum wird nicht nur durch die Bauweise bestimmt sondern durch besondere Erfahrungen: „Tritt nicht herzu, zieh deine Schuhe von deinen Füßen; denn der Ort, darauf du stehst, ist heiliges Land!“ – Moses Erfahrung der Gegenwart Gottes im brennenden Dornbusch lässt einen „heiligen Raum“, ein „Divine Territory“, entstehen.

Jorinde Voigt, die bei Christiane Möbus und Katharina Sieverding studierte, ist bekannt für ihre großformatigen filigranen Zeichnungen, welche die inneren Strukturen und Dynamiken unserer Wahrnehmung erkunden. Mithilfe zarter Linienführungen, Farbflächen, Vektoren und Schriftnotationen hat sie ein visuelles Zeichensystem entwickelt, das es ihr erlaubt, die Komplexität und Dynamik unserer Wahrnehmung abzubilden und zu analysieren.

In Kooperation mit König Galerie Berlin.