Stiftung St. Matthaeus

Ich bin. Also male ich

Kristina Girke

37. Kabinettausstellung

Mit den regelmäßigen Einladungen von Künstlerinnen und Künstlern bekräftigt Bischof Markus Dröge sein Interesse am Dialog mit der zeitgenössischen Kunst.

Kristina Girke lebt und arbeitet in Berlin. Ihre Bildsprache ist barock und opulent. Charakteristisch für die Meisterschülerin von Katharina Grosse ist der souveräne Umgang mit intensiven Farbschichten. Stilistisch mischt die Künstlerin historische Stuckfacetten mit modernen Pop-Art-Details.
In Kristina Girkes Werk begegnen einem immer wieder barocke Skulpturen und architektonische Elemente der Vergangenheit, die die Künstlerin in großer Freiheit mit anderen Bildelementen, etwa Ornamenten, Mustern, Bild- und Schriftzeichen kombiniert und verbindet. Was so entsteht, ist eine Malerei, die den Raum als ein komplexes Kontinuum von dynamischer Bewegung und statischer Anwesenheit darstellt: Figuren oder Figurengruppen, die mit Farben vollplastisch gemalt oder auch nur skizzenhaft angedeutet sind, werden mittels Überlagerung und transparenter Durchdringung Teil eines neuen Bildkosmos.
Kristina Girke studierte Malerei an der Hochschule Berlin Weißensee und an der Universität der Künste Berlin (Master of Arts). Von 2004 bis 2005 lehrte sie als Dozentin an der Kunsthochschule Berlin Weißensee, Fachbereich Malerei.

„Ich entdecke auf den Bildern Kristina Girkes die Bildsprache der Freiheit. Freiheit in den Farben. In den Stilen. Im Opulenten. Im Barocken. Im souveränen Verbinden. In der Intensität, mit der mir die Farben entgegen kommen. In den durchbrochenen Mustern. In den neu komponierten Zitaten. In den Engeln, die durchscheinen. In der Leinwand, die aufbricht. In der Tiefe der Bilder.“ (Propst Dr. Christian Stäblein, EKBO, 2015)