Stiftung St. Matthaeus

SeeLand-Bilder

Hermann Buß

26. Sommerausstellung in der Kirche Am Hohenzollernplatz

Hermann Buß, Überfahrt, 2007, Öl auf Leinwand, 155 x 145 cm
Hermann Buß, Überfahrt, 2007, Öl auf Leinwand, 155 x 145 cm

Eintritt frei

„Malen ist Nachdenken über die Welt.“ (Hermann Buß)

Großformatige Bilder, deren Stil der Künstler selbst als “kritischen Realismus” bezeichnet. In der Tat erleichtert die realistische Malweise den ersten Zugang. Doch auf den zweiten Blick erkennt man hinter den vordergründig realistischen Landschaftsabbildungen eine durchkomponierte Inszenierung, die weitreichende Auslegungen provozieren. „Landmenschen wussten ursprünglich vielleicht besser als Stadtmenschen, dass sie nicht alles wussten.“ (Geert Mak) – dieser anspielungsreiche Satz findet sich in dem Katalog ‚Herman Buß – Tide’, 2008; er steht symbolisch für die Idee, die sich mit einer Ausstellung von Buß´ Bildern in der Kirche Am Hohenzollernplatz verbindet. Der aus Norden-Westermarsch in Ostfriesland stammende Buß findet seine Motive überwiegend im Umfeld des Nordseedeiches. Diese vom Künstler bewusst gesuchte und gelebte Rückgezogenheit bringt auf staunenswerte Weise weltbezogene Bilder mit Seltenheitswert hervor. Sie zeigen den der Natur und Technik ausgesetzten Menschen, in seiner Freiheit und seinem Fürsichsein, nicht selten starr und isoliert.
Der 1951 in Neermoor-Kolonie (Ostfriesland) geborene Künstler studierte nach dem Abitur Kunst-pädagogik in Oldenburg und fuhr zwischenzeitlich immer wieder zur See. Seit 1976 lebt er in Norddeich. Neben zahlreichen Gemälden gestaltete er u. a. die Altarretabeln der Inselkirche Lan-geoog, der romanischen Kirche Ardorf bei Wittmund, der klassizistischen Kapelle in Warzen bei Hannover und der St. Briccius-Kirche Adenstedt bei Peine.

Diese Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt der Kirchengemeinde Am Hohenzollernplatz und des Kunstbeauftragten der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz gefördert von der Kulturstiftung St. Matthäus

Katalog