Stiftung St. Matthaeus

Mittagsandacht

The Liturgy of Sleep/Liturgie des Schlafes

Liv Kristin Holmberg, Perfomance
Hubert Wild, Bariton, Counter-Tenor, Performance

Fra performancen, The Dream of a Ridiculous Man, Autocenter Gallery Berlin, med Roey Heifetz, Kurator Andereas Schlegel, Foto: Alexander Ziegler
Fra performancen, The Dream of a Ridiculous Man, Autocenter Gallery Berlin, med Roey Heifetz, Kurator Andereas Schlegel, Foto: Alexander Ziegler

Der Schlaf gehört zu den Geheimnissen unseres Daseins. Schlaf ist Offenbarung: Im Schlaf sind wir ganz wir selbst, im unmittelbaren Kontakt mit der Welt. Was, wenn – wie es Aristoteles sagt – unser Wachen nur dafür da wäre, um am Ende gut schlafen zu können? Was wäre, wenn wir Ruhe und Schlaf zum Fundament unseres Lebens machen würden? Was bedeutet – friedvoller – Schlaf in Zeiten des Krieges? Niemals zuvor haben so viele Menschen mit Schlafproblemen zu kämpfen gehabt. Warum ist das so?
Mit „Liturgie des Schlafes“ untersucht die norwegische Künstlerin und Kirchenmusikerin Liv Kristin Holmberg im Rahmen ihres Forschungsprojektes „Kunst-Liturgie“ den Kirchenraum, die Liturgie und Kunst als ein Werkzeug der Transformation. Das Projekt „Kunst-Liturgie“ versteht sich als experimen-telles rituelles Musiktheater, in dem Liv Kristin Holmberg neue liturgische Elemente für Lebensüber-gänge entwickelt – eine Art metaphysisches Theater des Realen.

Liv Kristin Holmberg ist Kirchenmusikerin und Performance-Künstlerin. Sie studierte Kunst an der Academy of Fine Art in Oslo sowie Klavier und Orgel an der Norwegian Academy of Music und der Sibelius Academy in Helsinki. Ihre akademischen Studien umfassen Philosophie, Psychologie und Geistesgeschichte an den Universitäten Oslo und Humboldt Universität zu Berlin. Ihre künstlerischen Projekte konzentrieren sich auf Performance-Kunst und Musiktheater im religiösen Raum mit einem Schwerpunkt auf dem Verhältnis von Kunst und Glauben.

Hubert Wild ist Bariton und Counter-Tenor. Er studierte Violine und Klavier sowie Gesang bei Dietrich Fischer-Dieskau. Er ist sowohl in der klassischen Tradition des Musiktheaters als auch in freien Formaten zwischen Drama, Oper und Performance zuhause. Seine Arbeit mit Susanne Kennedy und Herbert Fritsch brachte ihn mit verschiedensten künstlerischen Genres in Berührung. Als Regisseur wirkte er u. a. am Schauspiel Leipzig.

Eintritt frei