Stiftung St. Matthaeus

Der 20. Juli 1932: Eine verpasste Chance zur Rettung der Weimarer Republik?

Festvortrag zum 78. Jahrestag des Umsturzversuches vom 20. Juli 1944

Referent: Prof. Dr. Benjamin Ziemann, Professor of Modern German History, The University of Sheffield
Veranstalter: Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Eintritt frei, Anmeldung bis 14. Juli 2022 per E-Mail: veranstaltung@gdw-berlin.de oder Telefon: (030) 26 99 50 00.

Zugleich als Livestream unter www.gdw-berlin.de/livestream.

Am 20. Juli 1932 setzte Reichskanzler Franz von Papen die preußische Regierung des Sozialdemokraten Otto Braun ab. Eine Notverordnung bestellte von Papen zum Reichskommissar. Diese Attacke gegen das demokratische „Bollwerk Preußen“ war eine wichtige Etappe beim autoritären Umbau des politischen Systems der Weimarer Republik. Gab es nach dem 20. Juli noch eine Chance zur Rettung der Republik? Diese Frage steht im Zentrum des Vortrages von Benjamin Ziemann. Er konzentriert sich dafür auf die Reaktionen der pro-republikanischen Kräfte vor allem in der SPD und im Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold. Auch 90 Jahre nach den Ereignissen ist die Frage nach der historischen Einordnung des 20. Juli 1932 immer noch aktuell.

Benjamin Ziemann ist Professor für Neuere deutsche Geschichte an der University of Sheffield. Sein Buch „Gewalt im Ersten Weltkrieg“ (2013) wurde mit dem Preis Geisteswissenschaften International ausgezeichnet. Er ist renommierter Experte für die Geschichte der Weimarer Republik. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die deutsche und europäische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, der Erste Weltkrieg sowie die historische Friedensforschung. Gemeinsam mit Nadine Rossol hat er zuletzt 2021 „Aufbruch und Abgründe – Das Handbuch der Weimarer Republik“ veröffentlicht.