Stiftung St. Matthaeus

Bote, du mit den versengten Flügeln

Walter Benjamin wird 130 Jahre und wir lesen ihn

Es lesen u.a. Kerstin Hensel, Corinna Kirchhoff, Thomas Sparr, Marcus Steinweg und Erdmut Wizisla.
Meiner fotografischen Installation von Oleg Klimow | Musik: Florian Juncker, Posaune | Dramaturgie: Thomas Martin, Modell Berlin

Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich – mit Empfang im Anschluss.

© Irina Rastorgueva
© Irina Rastorgueva

In Erinnerung an den Kulturkritiker und Philosophen, Berlin-Betrachter und dialektischen Materialisten mit theologischer Sendung widmen die Stiftung St. Matthäus, das Zentrum für evangelische Gottesdienst- und Predigtkultur, Modell Berlin e. V. sowie das Erzbistum Berlin Walter Benjamin einen Leseabend. Autor:innen, Theoretiker:innen, Praktiker:innen und Kritiker:innen von Kunst, Theologie und Politik lesen ihre bevorzugten Texte Benja-mins zu den Themen Geschichtsphilosophie, Theologie, Literatur, Kindheit und Berlin.

In Brechts „Glücksgott“-Fragment tritt ein Bote mit versengten Flügeln auf. Wir können uns diesen Boten als „Engel der Geschichte“ in der Maske Benjamins vorstellen, der von der Vergangenheit her durch unsere Gegenwart weht und seine Vision mit schockierender Relevanz versendet.

In Bezug auf Benjamin sprach der Dramatiker Heiner Müller von der theologischen Aufladung, die, übertragen auf das Heutige, in der Verbindung von Politik und Theologie „eine letzte Hoffnung“ formuliere. Diesem Ansatz wird sich der Leseabend widmen.

Es lesen Hannes Langbein, Kerstin Hensel, Georg Maria Roers, Dietrich Sagert, Marcus Steinweg, Thomas Martin, Luise Meier, Irina Rastorgueva, Johannes Nölting, Yevgeny Oks, Erdmut Wizisla, Robert Mießner, Thomas Sparr, Brigitte Landes, Hartmut Diekmann und Corinna Kirchhoff. Mit kurzen Statements führen die Lesenden in die Texte ein.

Kooperationspartner: Zentrum für evangelische Gottesdienst- und Predigtkultur Wittenberg, Modell Berlin e. V., Erzbistum Berlin, Akademie der Künste, Walter Benjamin Archiv, Berlin, Ham-burger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur.