Stiftung St. Matthaeus

Adrien Missika: „Beikraut Beistehen“ – Offenes Atelier

Im Rahmen des Artist-in-Residence-Projekts "Diesseits von Eden. Künstlerische Erkundungen in drei Brandenburger Kirchgärten"

Offenes Atelier der Residenz von Adrien Missika im Pfarrgarten Grüntal, Barnim.

Anfahrt: Am besten mit dem PKW, alternativ mit der Bahn: Bahnhof Werneuchen, von dort Abholung/Rückfahrt mit einem Shuttle (der RB25 kommt 13.55 Uhr am Bahnhof Werneuchen an, Abholung am Bahnhof um 14 Uhr). Anmeldung zum Shuttle: geuther@stiftung-stmatthaeus.de. Die Fahrt zum Bahnhof Biesenthal (zuvor angekündigt) fällt heute leider aus.

Adrien Missika, „Unkrautpflege“, 2018, Courtesy the artist, Galeria Francisco Fino, Lisbon & PROYECTOS MONCLOVA, Mexico City; Foto: © Adrien Missika 2018
Adrien Missika, „Unkrautpflege“, 2018, Courtesy the artist, Galeria Francisco Fino, Lisbon & PROYECTOS MONCLOVA, Mexico City; Foto: © Adrien Missika 2018

Kirch- und Pfarrgärten gehören zu den versteckten Kleinoden Brandenburgs. Ursprünglich als Nutzgärten zur Selbstversorgung der Pfarrfamilien angelegt, entwickelten sie sich im Laufe der Geschichte zu botanischen Laboratorien und artenreichen Ziergärten. Wie steht es um Brandenburgs Pfarrgärten heute? Und welche Bedeutung haben sie in den verschiedenen Regionen Brandenburgs? Im Rahmen des Artists-in-Residence-Projektes „Diesseits von Eden“ erkunden die drei Künster*innen Anne Duk Hee Jordan, Marisa Benjamim und Adrien Missika von Juni bis August drei Brandenburger Pfarrgärten - in Altfriedland, Saxdorf und Grünland –, die auf diese Weise zu Freiluftateliers und künstlerischen Laboratorien für Fragen der Ökologie, Biodiversität und der Nachhaltigkeit werden.

Der Pfarrgarten in Grüntal gehört zum HAUS Grüntal, einem eh. Pfarrhaus, das als kirchliches Besinnungs-, Bildungs- und Begegnungszentrum genutzt wird. Der Künstler Adrien Missika wird im Rahmen seiner Residenz die Aufmerksamkeit auf das Phänomen des Unkrauts lenken: Vielfach übersehen und bekämpft will er das Unkraut mithilfe von temporären Naturinstallationen als „Beikraut“ neu wahrnehmbar machen. Seine Residenz beginnt er am 9. Juli mit einer mobilen Ausstellung, die der Künstler mit einem zum Ausstellungsträger umgebauten Fahrrad – MOTUS (= lat. Bewegung) – nach Grüntal bringt. Im Rahmen des Offenen Ateliers präsentiert er seine Arbeit.

Ein Projekt im Rahmen des Themenjahres Kulturland Brandenburg 2022 „Lebenskunst“, Kuratiert von: Keumhwa Kim und Hannes Langbein