Predigt: Bischof Dr. Wolfgang Huber
Liturg: Pfr. Christhard-Georg Neubert
Lesung: Jürgen Israel, Jennipher Antoni
Musikalische Leitung und Orgel: LKMD Dr. Gunter Kennel
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Psalm 96
1 Singet dem HERRN ein neues Lied;
singet dem HERRN, alle Welt!
2 Singet dem HERRN und lobet seinen Namen,
verkündet von Tag zu Tag sein Heil!
3 Erzählet unter den Heiden von seiner Herrlichkeit,
unter allen Völkern von seinen Wundern!
4 Denn der HERR ist groß und hoch zu loben,
mehr zu fürchten als alle Götter.
5 Denn alle Götter der Völker sind Götzen;
aber der HERR hat den Himmel gemacht.
6 Hoheit und Pracht sind vor ihm,
Macht und Herrlichkeit in seinem Heiligtum.
7 Ihr Völker, bringet dar dem HERRN,
bringet dar dem HERRN Ehre und Macht!
8 Bringet dar dem HERRN die Ehre seines Namens,
bringet Geschenke und kommt in seine Vorhöfe!
9 Betet an den HERRN in heiligem Schmuck;
es fürchte ihn alle Welt!
10 Sagt unter den Heiden: Der HERR ist König.
Er hat den Erdkreis gegründet, dass er nicht wankt. Er richtet die Völker
recht.
11 Der Himmel freue sich, und die Erde sei fröhlich,
das Meer brause und was darinnen ist;
12 das Feld sei fröhlich und alles, was darauf ist;
es sollen jauchzen alle Bäume im Walde
13 vor dem HERRN; denn er kommt,
denn er kommt, zu richten das Erdreich.
Er wird den Erdkreis richten mit Gerechtigkeit
und die Völker mit seiner Wahrheit.
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Collage zum Psalm 96
Jürgen Israel, 2009
I
In der nacht allein:
Ich bete
mir täglich zum gericht
die psalmen:
die verfluchung
der gottlosen, lügner
mörder und bedrücker.
Alle schuld
die ich noch nicht begangen habe
wartet auf mich
in gedanken, worten und werken.
II
Aber dann am morgen:
Singet dem HERRN ein neues Lied;
Singet dem HERRN alle Welt
Mein Herz ist bereit, o Gott,
mein Herz ist bereit,
ich will Dir singen und spielen
im angesicht meiner geliebten,
und meiner freunde.
Wir wollen tanzen und uns freuen,
dass Du den morgen geschaffen hast.
Der gestrige abend
hätte der letzte sein können,
keiner wusste es.
Du aber hast uns
herausgeholt aus traum und todesschatten.
Wir werden auch heute sündigen,
wir werden auch heute die liebe verraten
und den freunden nicht genügen.
Wir wissen es,
und Du weißt es auch.
Lass uns trotzdem
die geliebte umarmen
und den freunden beistehen.
Du willst,
dass wir leben und uns helfen,
im angesicht unserer sünden
und im glück des vorläufigen.
Lass die sonne nicht untergehen,
ehe wir einander gesehen haben
mit deinen augen
sub specie aeternitatis.
und am mittag:
Der Himmel freue sich, und die Erde sei fröhlich,
das Meer brause und was darinnen ist;
es sollen jauchzen alle Bäume im Walde
vor dem HERRN.
Du hast den menschen zur arbeit bestimmt
wie den vogel zum flug.
Gib uns flügel der morgenröte
und flügel des abendrots,
damit wir die glut des mittags bedecken
und den anfang nicht vergessen
noch das ende.
Lass mich die geliebte und die freunde nicht betrügen
aus leichtsinn und ehrgeiz.
Lass mich den lahmen nicht verspotten
den blinden nicht täuschen
und den ungeschickten nicht verjagen,
bin ich doch selber lahm, täppisch und blind.
Lass die gemeinsame arbeit gelingen,
lass uns auffliegen zu Dir,
ohne krächzen und murren,
lass die heutige arbeit
nicht unsere letzte sein.
Halte uns zusammen
auch nach der letzten arbeit.
und am abend:
Er wird den Erdkreis richten mit Gerechtigkeit
Und die Völker mit seiner Wahrheit.
O Herr, behüte meine nächsten,
lass sie nicht auf böses sinnen,
sondern lass sie in frieden ruhn.
O Herr, behüte meine nächsten,
vereitle die nachstellungen ihrer feinde
und lass sie in frieden ruhn,
sie und ihre feinde.
O Herr, behüte meine nächsten
vor den falschen ratschlägen ihrer freunde,
und lass sie in frieden ruhn,
sie und ihre feinde und ihre freunde.
O Herr, behüte meine nächsten
am abend ihres lebens,
lass sie nicht auf böses sinnen,
vereitle die nachstellungen ihrer feinde,
vereitle die falschen ratschläge ihrer freunde,
und lass uns in frieden ruhn.
III
Denn der HERR ist groß und hoch zu loben.
Der HERR hat den Himmel gemacht.
Hoheit und Pracht sind vor ihm,
Macht und Herrlichkeit in seinem Heiligtum.
Der HERR ist König.
Er hat den Erdkreis gegründet, dass er nicht wankt.
Er richtet die Völker recht.
IV
Ich will mich satt sehen
an deiner gestalt beim erwachen.
Ich will Dein angesicht in gerechtigkeit schauen, mich satt sehen an Deiner
gestalt beim erwachen.
© Jürgen Israel
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Im Rahmen des Kunstgottesdienstes wird die Sommerausstellung des Künstlers Stefan Eisermann in der Kirche Am Hohenzollernplatz eröffnet. Anschließend gibt es einen Empfang.
Kunstgottesdienst "Mein Psalm" 2009
Psalmcollage zum 96. Psalm des Berliner Schriftstellers Jürgen Israel.
