Stiftung St. Matthaeus

1. Melanchthon-Tage der Gegenwartsliteratur

Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt e.V.

In den lieblichen Gärten der Alten

 

Die Antike ist ein unruhiger Boden unserer Gegenwart. Das Reservoir antiker Erinnerungen und Mythen gleicht einem »hotspot« in der zeitgenössischen Literatur. Figuren der Tragödie, mythische Gestalten und klassische Formen - sie haben eine erstaunlich zeitresistente Ausstrahlung und Deutungskraft.

So raunen Sybillen in den Versen Anja Utlers. Durs Grünbein findet in der Antike den Bezugspunkt, um die Fliehkräfte moderner Subjektivität zu deuten. Die Wurzeln des europäischen Theaters in der Antike werden in Stücken von Rolf Hochhuth und Tankred Dorst sichtbar. Michael Köhlmeier und Raul Schrott geben Sagen eine heutige sprachliche Gestalt in verblüffend unmittelbarer Wirkung.

Philipp Melanchthon - der Dichter, Humanist und Theologe aus Wittenberg - fand in der Antike, in den »lieblichen Gärten der Alten«, das ästhetische Maß und den geistigen Grund aller Kreativität. Bei den 1. Melanchthon-Tagen der Gegenwartsliteratur in Wittenberg sind bekannte zeitgenössische Autorinnen und Autoren im Gespräch mit ihren Lesern und Hörern über die Spuren der Antike.

 

Eine Kooperation des Kulturbüros der EKD mit der Evangelischen Akademie Wittenberg, der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt und dem Zentrum für evangelische Predigtkultur.