Stiftung St. Matthaeus

StM:4

Markus Weis "Es ist Raum"

Ausstellungskatalog

Interview Christhard-Georg Neubert mit Markus Weis

Herausgegeben von Anne-Catherine Jüdes und Christhard-Georg Neubert

3 €

Als Begleitpublikation zur Ausstellung „Es ist Raum“ des Berliner Malers Markus Weis enthält das Heft ein umfangreiches Interview mit dem Künstler sowie zahlreiche farbige Abbildungen der dreiteiligen Ausstellungsreihe.
In StM:4 lässt sich mehr über den Künstler, sein Werk im Allgemeinen und die außergewöhnliche Konzeption für die St. Matthäus-Kirche erfahren.
Die Stiftung St. Matthäus hat ein Experiment gewagt: zum ersten Mal hat sie einen Künstler eingeladen, mit seinen Arbeiten den Verlauf des Kirchenjahres künstlerisch zu kommentieren, sichtbar und erlebbar zu machen. Wir danken Markus Weis herzlich für den Mut, dieses Experiment mit der Stiftung St. Matthäus zu wagen.

Auszug:
CGN: Lieber Herr Weis, was hat Sie dazu veranlasst, gerade mit den Altarbildern auf die Kirchenjahreszeiten zu reagieren?
MW: Als Maler hat man irgendwann einen gewissen Stil, eine Formsprache. Bei mir war das Thema des Vorhangs lange vorherrschend. Dabei verfolgte ich das Ziel, immer mehr ins Abstrakte zu gehen. Das erste hier gezeigte Altarbild ging quasi organisch aus meinem bisherigen Werk für dieses Projekt hervor, der strenge, dunkle, geschlossene Vorhang in der liturgischen Farbe der Passionszeit. Dann kam ein von Weiß beherrschtes Bild an Ostern und jetzt Rot für die Pfingstzeit. Der Kreis schließt sich. Für mich besteht die Tatsache, in einer Kirche auszustellen, nicht darin, meine Bilder zu nehmen, in die Kirche zu stellen und zu schauen, was passiert. Mich »verführte« eine innere Verbundenheit mit dem spirituellen Raum, den spirituellen Fragen, Wechselwirkung zwischen Kunst und Spiritualität. Die großen Künstler vergangener Zeit hatten oft spirituelle Bezugspunkte oder Meister, denen sie folgten. Für mich wurde dieses Projekt zu einer Verbindung zur spirituellen, geistigen Seite in meinem Werk. Meine Frau sagte: »Es ist, als seien deine Bilder nach Hause gekommen.«

Juli 2014; 8 Seiten, 8 farbige Abbildungen; Format 29 x 21 cm

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