Eintritt frei, um Spenden wird gebeten.
Sie fragen, wozu die evangelische Gefängnisseelsorge in Berlin und Brandenburg einen Förderverein braucht?
In den Gefängnissen ist die Zahl der Gefangenen in den letzten Jahren so gestiegen, dass viele Anstalten überbelegt sind. Dem gegenüber ist die Zahl der evangelischen Gefängnisseelsorger/innen in Berlin in den letzten zwei Jahrzehnten drastisch gesenkt worden und in Brandenburg seit der Neuorganisation im Zuge der Wende auf einem unbefriedigend geringen Niveau.
In dieser Lage haben engagierte Mitglieder der Kirche, die sich dem Strafvollzug und der Gefängnisseelsorge verbunden wussten, im Jahre 1998 einen Verein gegründet, der die Handlungsmöglichkeiten der Gefängnisseelsorge erweitern soll. Der eingetragene Verein, der von der Kirche unabhängig ist, arbeitet in ökumenischer Perspektive mit der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz zusammen. Er bemüht sich um den Ausbau der Gefängnisseelsorge und lädt zur Mitarbeit ein.
In nahezu allen Gefängnissen besuchen seit jeher dafür besonders beauftragte Seelsorger und Seelsorgerinnen der Kirche Gefangene. Sie begleiten Menschen, die straffällig geworden sind, auf ihrem Weg und bestärken sie in ihrem Bemühen, ihr Leben neu auszurichten. Zudem sind sie unentbehrliche Partner für die Menschen, die in den Gefängnissen arbeiten. Allein in Berlin gibt es rund 5000 Gefangene, die sich auf zahlreiche Vollzugsanstalten verteilen. Nicht einmal fünf volle Planstellen in der evangeli-schen Gefängnisseelsorge stehen dafür zur Verfügung, nachdem die Landeskirche in den letzten zwei Jahrzehnten aus finanziellen Gründen die Zahl drastisch reduzieren musste.
Auch in Brandenburg ist die personelle Ausstattung der Gefängnisseeslorge seit der Neuorganisation im Zuge der Wende nicht befriedigend.
Deshalb haben engagierte und dem Strafvollzug und der Gefängnisseelsorge verbundene Mitglieder der Kirche im Jahr 1998 einen Förderverein gegründet, um die Handlungsmöglichkeiten der Gefängnisseelsorge zu erweitern.
Der von der Kirche unabhängige eingetragene Verein KiG arbeitet in ökumenischer Perspektive mit der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz zusammen.
Durch Beiträge, Spenden, Kollekten und andere Einnahmen ist er in der Lage, zur Beauftragung von weiteren Seelsorgern und Seelsorgerinnen beizutragen.
Der Name "Otto-Sinfoniker" leitet sich ab vom Probenort, nämlich einem Gemeindesaal in der Ottostraße in Berlin-Moabit, wo sich das Ensemble jede Woche zu dreistündiger Probenarbeit trifft. Die Musiker geben jeweils im Frühjahr und im Herbst öffentliche Konzerte, die zumeist in großen Berliner Kirchen stattfinden. Am Tag danach gibt das Ensemble jeweils ein zweites Konzert, das in Gefängnissen, Kliniken und anderen öffentlichen sozialen Einrichtungen oder Kirchen stattfindet mit dem Ziel, mit ihrer Musik auch den Menschen eine Freude zu bereiten, die eher am Rande der Gesellschaft stehen. Dabei bitten sie um Spenden z.B. für die Berliner Obdachlosenarbeit, die Bahnhofsmission, die Telefonseelsorge, die Integration ausländischer Mitmenschen, für verfolgte Schriftsteller, für eine Suppenküche in der Ukraine, ein Kinderheim in Litauen, ein Kinderkrankenhaus im Senegal oder für die Förderung der Gefängnisseelsorge. Vor allem Organisationen, die sich für Menschenwürde und -rechte einsetzen, unterstützen die Otto-Synfoniker mit ihren Benefizkonzerten.
Von Barock über Klassik und Romantik bis zur Moderne erstreckt sich das Programm des Orchesters sowie Uraufführungen von Werken, die eigens für das Orchester komponiert wurden, u.a. von Thomas Holm, Johannes Reiche und Olaf Lorenz.
Viele Otto-Sinfoniker sind zudem kammermusikalisch tätig, machen Salonmusik oder treffen sich zu Musikworkshops.
BENEFIZKONZERT der Otto-Sinfoniker
zugunsten »Kirche im Gefängnis e. V.«
S. Rachmaninoff »Klavierkonzert Nr. 2 in c-moll« op. 18; D. Schostakowitsch »Symphonie Nr. 9 in Es-Dur« op. 70
Georgy Gromov, Klavier; Wolfgang Behrend, Leitung
