Eintritt frei
Klutes Fotografien sind zumeist Bildserien, Ausschnitte, Perspektiven von Landschaften und Gebäuden, die mit philosophischen Ideen und sakralen Orte verbunden sind. “Manresa” ist ein solcher sakraler Ort – eine zugehörige Bilderserie gab der Ausstellung ihren Titel. Ignatius von Loyola, Begründer des Jesuitenordens, verbrachte in der gleichnamigen spanischen Stadt im 16. Jahrhundert einige Monate in tiefer Einsamkeit und stillem Gebet. Eine Erleuchtung an diesem Ort prägte sein weiteres spirituelles Leben. Loyolas Wirkungsstätte inspirierte Christof Klute zu einer fünfteiligen Fotostrecke.
Jede Fotografie des Künstlers geht auf minutiös ausgeführte Skizzen und Vorstudien zurück, auf Betrachtungen im Wechsel der Zeiten. Immer wieder kehrt Klute an ausgewählte Orte zurück – hält sie über Jahre mit seinem Objektiv fest – schafft Bildserien. Dieses künstlerische Verfahren einer sich vertiefenden Annäherung hat in zweifacher Hinsicht einen Effekt: es bietet dem Künstler und nicht zuletzt auch dem Ausstellungsbesucher die Möglichkeit, Veränderungen am Objekt der Betrachtung auszumachen – und vielleicht auch am betrachtenden Subjekt, dem Künstler. Die Ergebnisse dieser fotografischen Safari vermitteln ein überraschendes Wechselspiel zwischen Fremdheit und Vertrautheit.
Christof Klute, geboren 1966 in Münster, studierte Theologie und Philosophie an den Universitäten von München und Köln und schloss 2002 sein Studium der Fotografie an der Kunstakademie Düsseldorf als Meisterschüler von Bernd Becher und Thomas Ruff ab. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Gruppen und Einzelausstellungen im In- und Ausland präsentiert. Er lebt und arbeitet in Köln.
Manresa
Fotografie von Christof Klute / Köln
Sommerausstellung in der Kirche Am Hohenzollernplatz

